Blogbeitrag vom 5.2.2019

Respekt - gegenseitig!

Heute spazierte ich mit Smiley ohne Leine über einen tief verschneiten Weg. Während Smiley bis zur schieren Ohnmacht ein Stöckchen beschnupperte, schaute ich ihr fasziniert zu. Was Hunde so alles riechen ... Wir hätten mit so einem Riechorgan im Gesicht wohl regelmässig einen olfaktorischen Schock. 

However, ich stand da also komplett in Smiley's Welt versunken, weit und breit keine Menschenseele. Plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir die sagte; 'Darf ich sie bitten dafür zu sorgen, dass der Hund bei ihnen bleibt und nicht zu mir kommt?'. Ich drehe mich um und ca. 20m von mir entfernt stand eine sehr sympathische Frau in meinem Alter und sie hatte Angst. Selbstverständlich bin ich zu Smiley (die immer noch verliebt an ihrem Stöckli schnupperte) hin gegangen, habe mich neben sie gekniet und sie leicht gehalten. Und so sind die Frau und ich ins Gespräch gekommen. Die Dame wollte schon anfangen sich für ihre Angst vor Hunden zu erklären und entschuldigen, doch ich unterbrach sie freundlich. Ich sagte ihr, dass das nicht nötig sei, dass ich das voll und ganz akzeptiere UND, dass wohl jeder von uns mit Ängsten zu kämpfen habe, auch ich. Ich habe mich bei ihr bedankt, dass sie sich so früh und freundlich bemerkbar gemacht hat und mir so genug Zeit gab Smiley 'zu sichern'. Meine Reaktion wiederum erfreute die Frau und sie meinte, das würde ihr Mut geben ihre Gefühle auch in Zukunft klar und freundliche Kund zu tun. Ich könnte hier noch endlos über unsere weiteren Gespräch zum Thema Angst & Gefühle berichten, doch das würde den Rahmen sprengen. 

Abschliessend stelle ich einfach noch folgenden Gedanken in den Raum: 

Wäre die Welt nicht ein schönerer Ort, wenn wir alle unsere Gefühle jederzeit offen und ehrlich aussprechen 'dürften' ohne dafür belächelt oder gar missachtet oder verurteilt zu werden sondern respektiert?